Der Garten ist für die meisten Menschen ein idealer Ort für Freizeit und Hobby. Ob zur Gartenarbeit oder zum geselligen Beisammensein, ein Garten kann vielfältig genutzt werden. Vielfach fehlt aber noch eine Rückzugsmöglichkeit – ein Ort wo man Gartengeräte oder Gartenmöbel unterstellen kann und in den man sich zurückziehen kann, wenn es anfängt zu regnen. Daher legen sich viele Gartenbesitzer mittlerweile ein Gartenhaus zu. Moderne Gartenhäuser sind in vielfältigen architektonischen Varianten verfügbar. Sie reichen vom reich verzierten Pavillon über eine Blockhütte bis hin zum klassischen Modell aus Buchen- und Fichtenholz. Ein Gartenhaus bekommt man heute in Baumärkten oder im Fachhandel als Fertigbausatz. Das erleichtert zwar das Aufbauen, schränkt aber die eigene kreative Gestaltung ein. Verfügt man über etwas handwerkliches Geschick, kann man ein einfaches Gartenhaus mit den richtigen Werkzeugen und Materialien auch selber bauen.
Benötigt man eine Baugenehmigung?
Bevor man mit dem ersten Arbeitsschritt beginnt, sollte man sich darüber informieren, ob man für das geplante Gartenhaus eine Baugenehmigung benötigt. Ohne Baugenehmigung dürfen in der Regel Gartenhäuser errichtet werden, die eine Grundfläche von 24 Quadratmetern nicht überschreiten. Außerdem darf das Gartenhaus nicht als dauerhafter Wohnsitz ausgelegt sein.
Baumaterialien für ein einfaches Gartenhaus
Folgende Werkzeuge und Materialien werden für die Errichtung eines Gartenhauses mit den Maßen 268 mal 330 Zentimetern benötigt. Als Außenpfosten braucht man 4 Hölzer von 230 Zentimetern Länge und 10 mal 10 Zentimetern Stärke, für die Mittelpfosten 10 Hölzer mit denselben Maßen. Die acht Querbalken sollen je zur Hälfte 248 Zentimeter bzw. 310 Zentimeter lang sein. Darüber hinaus braucht man noch 24 Mittelquerbalken von 70 Zentimetern und drei weiter Balken von 88 Zentimetern. Für die Deckenbalken werden 5 Hölzer mit einer Länge von 305 Zentimetern verwendet und als Dachsparren 10 Hölzer in einer Länge von je 290 Zentimetern. Die Abschlussbretter sollen 3 Zentimeter stark und 208 Zentimeter lang sein. Feder- und Nutbretter dienen zur Verkleidung der Wand. Natürlich dürfen auch Fenster, Tür und Dachpappe nicht vergessen werden. Maueranker, Zwingen, Bauwinkel und Holzschrauben sowie ein Akkuschrauber werden zum Zusammenfügen der Bauteile gebraucht.
Eine kurze Bauanleitung
Als erstes wird für das Gartenhäuschen ein Fundament gegraben. Man kann eine Betonplatte gießen, es genügt aber auch eine Bodenplatte aus Holz. Dann kann man zum Zusammenbauen der Holzteile übergehen. Zu diesem Zweck legt man die Einzelteile entsprechend dem Bauplan aus und fügt sie mittel Bauwinkel und Holzschrauben zusammen. Die schmalen Wände bestehen aus zwei Außen- und zwei Mittelpfosten. In die beiden langen Wände werden die Mittelbalken integriert. In die Wand der Frontseite werden Fenster und Tür eingebaut. Die fertig gestellten Wände verankert man dann an der Bodenplatte. Dazu werden sie an der vorgesehenen Stelle mit Zwingen befestigt. Dann kann man Wände und Bodenplatte mit Winkel und Schrauben verbinden und mit Mauerankern verankern. Danach kann man sich der Dachkonstruktion widmen. Dazu werden je zwei Dachbalken und zwei Dachsparren zu einem Dreieck verschraubt. So erhält man fünf Giebeldreiecke, die man dann mit dem oberen Ende der Querbalken verschraubt. Anschließend nagelt man die Dachlatten an die Dachsparren. So erhält man eine Auflagefläche für die Verkleidung, die aus wahlweise Schindeln oder Dachpappe bestehen kann. Nachdem Fenster und Tür eingesetzt wurden, ist das Grundgerüst des Gartenhauses schon fertig. Jetzt müssen nur noch das Dach und die Wände verkleidet werden.