Golf als Trendsport
Golf ist in Deutschland noch keine Massensportart. Mit Tennis oder Fußball kann es noch nicht mithalten. Der Golfsport entwickelt sich aber immer mehr zu einer Trendsportart, die stark im Kommen ist. Außerdem hat Golf sein elitäres Image abgelegt und wird zunehmend Massenkompatibel. Schätzungen zufolge gibt es weltweit etwa 50 Millionen Golfspieler. Am Golfspiel begeistert die meisten Menschen die Mischung aus Strategie und Geschicklichkeit. Außerdem kann der Golfsport auf eine lange Tradition zurückblicken. Frühformen wurden bereits im 13. Jahrhundert in Asien gespielt und wurden im 15. Jahrhundert auch in Europa bekannt. Die Regeln sind in der langen Geschichte des Golfsports weitgehend gleich geblieben. Grundsätzlich geht es darum, einen Ball mit möglichst wenig Schlägen von einem Abschlagspunkt aus in ein Loch zu spielen. Dazu können je nach Entfernung und Untergrund verschiedene Golfschläger benutzt werden. Aus den benötigten Schlägen wird das Ergebnis ermittelt. Die Zählweise orientiert sich dabei zum einen an den Leistungen der anderen Spieler und zum anderen am Platzstandard. Golfplätze verfügen in der Regel über 9 bis 18 einzeln zu bespielende Bahnen.
Die Golfregeln
Die Golfregeln wurden im 18. Jahrhundert vereinheitlicht. Gespielt wird mit einem Golfball, für den ein Höchstgewicht von 45 Gramm und ein Mindestdurchmesser von 42 Millimetern gelten. Das Spiel beginnt auf einem Abschlagspunkt, von dem aus der Ball über die Bahn geschlagen wird. In so wenig Schlägen wie möglich soll der Golfball in ein kreisrundes Loch auf dem Grün befördert werden. Dabei müssen je nach Bahn teilweise mehrere hundert Meter sowie Hindernisse wie Wassergräben und Bunker überwunden werden. Sollte ein Ball nicht gefunden werden können oder nicht spielbar sein, werden dem betreffenden Spieler Strafschläge angerechnet. Die Bahnen werden beim Golf zumeist von zwei Spielern abwechselnd bespielt.
Platzstandard und Zählweise
Für jede Bahn eines Golfplatzes wird als Durchschnittswert der benötigten Schläge ein Platzstandard (oder Par) festgelegt. Zugrunde gelegt werden meistens nur die Leistungen von Profigolfern. Abhängig ist der Platzstandard außerdem von der Bahnbeschaffenheit und der Länge der Bahn. Der Platzstandard sorgt für einen übersichtlichen und allgemein repräsentativen Leistungsvergleich. Auch die Punktezählweise orientiert sich beim Golf am Par. Gezählt wird also, wie viel Schläge ein Spieler auf einer bestimmten Bahn oder im gesamten Spiel über oder unter dem Platzstandard liegt.
Fachsprache beim Golf
Die pro Bahn in Relation zum Platzstandard benötigten Schläge werden beim Golf mit einigen Fachbegriffen benannt. Gelingt es einem Spieler, vom Abschlag direkt ins Loch zu treffen, nennt man das ein ?Hole in one?. Liegen die benötigten Schläge unter Par, spricht man von Birdie (1 Schlag), Eagle (2 Schläge) oder von Albatros (3 Schläge). Für Schlagzahlen über Par gelten die Begriffe Bogey, Double und Triple Bogey.
Cross Golf
Cross Golf ist eine neue Variante des klassischen Golfspiels. Sie wird nicht auf Golfplätzen ausgetragen, sondern überall dort, wo es die Umwelt- und Sicherheitsbedingungen zulassen. Das können zum Beispiel industrielle Brachflächen oder ein verlassener Steinbruch oder Tagebau sein. Das Ziel wird beim Crossgolf von des Spielern selbst festgelegt. Es muss also kein Loch sein, sondern kann frei bestimmt werden. Ansonsten gelten die normalen Golfregeln. Im Vordergrund steht beim Crossgolf allerdings der Spaß. Es ist eine Trendsportart, die vor allem bei jungen Menschen immer beliebter wird.